11.05.23 –
Die alljährliche Waldbegehung der Stutenseer Ratsmitglieder wurde dieses Jahr am 6. Mai 2023 als Fahrradtour durchgeführt und begann am Stafforter Sportplatz. An neun Standorten haben uns die Försterin Sandra Anselment und der Förster Lothar Himmel ihre Vorstellungen über zukünftige Nutzungskonzepte vorgestellt und uns über unsere Ansichten befragt. Unterstützt wurden sie von erster Bürgermeisterin Tamara Schönhaar und Amtsleiter Stadtentwicklung Peter Maag.
Der Stutenseer Stadtwald hat auch derzeit noch mit dem Eschentriebsterben zu kämpfen. Dies wurde den interessierten Ratsmitgliedern exemplarisch an einigen Bäumen gezeigt. Auf einer Fläche von 0,5 Hektar im Ortsteil Staffort hat sich deshalb relativ dicht die nichtheimische Traubenkirsche ausgebreitet. Für diese Fläche haben die Anwesenden verschiedene Nutzungsoptionen diskutiert. Auf einer anderen Fläche im Stafforter Wald wurden uns die neuen Wuchshüllen aus Holz, die vollständig verrottbar sind, demonstriert.
An mehreren Standorten zeigten uns Frau Anselment und Herr Himmel Durchforstungsprojekte zur Schaffung weiterer Mischwaldflächen. Ziel für die Zukunft müsse es sein, Bäume anzusiedeln, die sich noch besser an den Klimawandel anpassen können, so Himmel. Aus diesem Grund gibt es Überlegungen, drei Teilflächen durch wissenschaftliche Untersuchungen näher betrachten zu lassen, z.B. im Rahmen von Bachelor- bzw. Masterarbeiten, um z.B. genauer zu betrachten, wie sich eine geringere Pflege auf die Widerstandsfähigkeit des Waldes auswirkt. Auch wurde uns die praktische Umsetzung des Alt- und Totholzkonzeptes gezeigt. Das Gemeinderatsmitglied Volker Stelzer hat für mehr Totholz und das Stehenlassen von höheren, abgestorbenen Baumstämmen plädiert, um so Nist- und Schlafhöhlen für Spechte und Fledermäuse zu bieten.
Fr. Anselment stellte uns an mehreren Standorten im Wald Habitatgruppen vor. Das sind beieinanderstehende Bäume, die die Lebensraumqualität für seltene oder gefährdete Arten erhöhen. Als größere Einheiten haben wir in Stutensee zwei "Wald-Refugien" ausgewiesen. Dies sind auf Dauer ausgerichtete Waldbestände, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden und in denen lediglich Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Durch das Konzept der Refugien und Habitatgruppen wird dem Naturschutz eine größere Bedeutung beigemessen, da dieses Konzept auch Nutzungseinschränkung auf diesen Flächen bedeutet.
Die unterhaltsame und informative Fahrradtour durch den Stadtwald bei schönstem Wetter wurde mit einem Brezelvesper beendet.
Christine Stemke, Stadträtin
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