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Stadtentwicklungsplan - STEP

1. Fachforum „Klima und Infrastruktur“ mit Dr. Martin Berchtold, Jonas Wilke und Dr. Karl-Friedrich Ziegahn

Das erste Fachforum mit den Themen "Klima und Infrastruktur" glänzte mit den eingeladenen hochkarätigen Rednern. Sie schafften es, die anwesenden Bürger*innen, Stadträt*innen und die Vertretung der Stadtverwaltung in ihrer Begeisterung für die Möglichkeiten und die Aussichten, wie wir alle gemeinsam in Stutensee den Klimaschutz und die Klimaanpassung schaffen können, mitzunehmen. Drei Schlaglichter wurden uns mitgegeben: „machen, machen, machen“, „grün, grün, grün“ und „gemeinsam“!

 

Das waren die Impulse, welche wir in Stutensee benötigen. Herr Dr. Ziegahn, KIT, zeigte beim Thema Mobilität auf, dass seit 1994 die Menschen im Schnitt 82,4 Minuten/Tag als Zeit-Budget bereit sind, auf ihre Mobilität zu verwenden, unabhängig davon, ob mit dem Rad, PKW oder ÖPNV. Sofern das bei der Planung von Mobilitätsangeboten berücksichtigt wird, ist es also wahrscheinlich, dass diese auch angenommen werden. Dazu gehören erleichterte Übergänge z.B. vom Rad zu ÖPNV um einen Verkehrsmittel-Mix zu ermöglichen, aber auch On-Demand-Angebote (also z.B. Kleinbus auf Abruf). Er zeigte uns zudem auf, dass Fuß- und Radverkehr zur Sicherheit und Attraktivität getrennt werden sollten. Derzeit bestimmt das PKW-Eigentum die öffentlichen Räume. Hier sollte Benutzen statt Besitzen im Vordergrund stehen, also vermehrt Carsharing genutzt werden. Fazit: „machen, machen, machen“!

Herr Wilke war für die Umwelt- & Energie-Agentur (UEA) vor Ort und erläuterte uns, welcher Energiemix für Stutensee in Betracht kommt und was wir dafür tun müssen. Den Strombedarf kann Stutensee zumindest bilanziell mit unseren PV-Anlagen abdecken. Scheint die Sonne zu wenig, so werden wir Windenergie z.B. aus dem Kraichgau hinzunehmen müssen. Strom macht jedoch nur 19 % unseres Energiebedarfs aus. 81 % ist der Anteil am Energieverbrauch für Wärme in den Haushalten. Es ist daher noch wichtiger, dass die Stadt Wärmenetze ausbaut und die Bürger*innen dabei mitnimmt. Die Wärme könnte z.B. aus der neuen Geothermieanlage in Graben-Neudorf nach Stutensee geleitet werden. Wichtig ist, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Fazit: „gemeinsam“!

Hr. Dr. Berchtold zeigte uns zum Schluss auf, wie Stutensee sich für den Klimawandel wappnen muss – Thema Klimaanpassung: Stutensee muss eine „Schwammstadt“ werden, um Starkregenereignisse besser aufzunehmen und für die Trockenphasen zu speichern. Wasser sollte nicht mehr aus der Stadt geleitet werden, sondern aufgenommen werden, wie bei einem Schwamm. Dies gelingt vor allem durch innerörtliche Bäume und durch Begrünung, z.B. an Fassaden, auf Stellplätzen – das alles führt zugleich zu einer Aufwertung des öffentlichen Aufenthaltsraums. In Knielingen 2.0 wurde beispielsweise ein riesiger Spielbereich eingerichtet, welcher bei Starkregen Wasser aufnehmen kann. Auch Artenschutzmaßnahmen führen zu Synergieeffekten für die Klimaanpassung und sollten daher ebenfalls im Fokus stehen. Sein Fazit: „grün, grün grün!“

Mit diesem Input wurden anschließend in Gruppen weitere Ideen für Stutensee gesammelt.

Es war ein sehr guter Auftakt für die Fachforen, aus welchem wir viele Anregungen mitnehmen.

Susanne Suhr

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Stutensee

 

 

Es geht weiter:

2. Fachforum „Bauliche und räumliche Entwicklung sowie Wohnen“ am 28. November 2022 um 18:00 Uhr in der Festhalle Stutensee mit Prof. Dipl. Ing Susanne Dürr, Dipl.-Ing. Michael Isselmann und Dr. Dipl.-Geo. Andreas Pätz.

3. Fachforum „Wirtschaft und Gesellschaft“ am 30. November 2022 um 18:00 Uhr in der Spechaahalle Spöck mit Prof. Paul-Stefan Roß.

Mehr Informationen zum Prozess und zur Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie auf https://stutensee-mitwirken.de/.

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