02.04.19 –
Die Grünen wollen ihren Auftrag in der Kommune wahrnehmen, das Leben im Alter mit und für die Gemeinde zu gestalten. Eine gute Pflegeversorgung ist für uns ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt stehen der selbstbestimmte Mensch und sein soziales Umfeld in einer integrierten Versorgung. Um langfristig tragfähige Lösungen zu den Themen Alter und Pflege zu finden, sollte die Antwort auf die Frage: „Wie kann ein gutes Leben im Alter aussehen?“ durch die Bürger in Gemeinde- und Bürgerbeteiligungsprozesse mit entwickelt werden. Sicher ist: Es gibt keine Lösung von der Stange.
Die Erwartungen der Bürger Stutensees können vom Wunsch nach mehr sozialem Kontakt und einem selbstbestimmten Leben über den Verbleib in der vertrauten Umgebung bis hin zu alternativen Wohn- und Lebensformen reichen. Die bisherigen stark nachgefragten ambulanten Vorortangebote für Pflegebedürftige sind dabei zu unterstützen ggf. auszubauen. Der Wunsch nach individuellen Angeboten für das Leben im Alter ist groß und wächst.
Dies begründet, warum der Bau einer weiteren Pflegeeinrichtung in Stutensee nicht die Antwort sein kann und es eines gemeinsamen Prozesses vor Ort bedarf, um die nötige Akzeptanz der Bürger Stutensees zu gewinnen. Hierbei können Menschen und ihre Ideen zusammengebracht werden. Unter Einbeziehung von Vereinen und den Kirchen Stutensees können dann individuelle Konzepte entwickelt werden. Dies kann über die Bildung eines gemeinsamen Sorgeverständnisses der Gemeinde bis zur Schaffung von Begegnungsräumen und -angeboten reichen.
Die Stadt zu einer demenzaktiven Kommune auszubauen, ist uns ein Anliegen. In ihr sind kommunale Entscheider, Akteure und die Bürger aktiv um Menschen mit Demenz und Angehörigen ein Leben in der vertrauten Umgebung und Teilhabe zu ermöglichen sowie die Bürger für das Thema Demenz durch Fortbildungen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen zu sensibilisieren. Ehrenamtliches Engagement im Demenzbereich sollte durch verschiedene Möglichkeiten gefördert und die Angebotsstruktur durch die Förderung eines Demenznetzwerkes gesteuert werden. Zur Koordinierung und Pflege dieses Netzwerkes kann ein von der Kommune beauftragter Demenz-Ansprechpartner als allererste niederschwellige Anlaufstelle für Erste-Hilfe fungieren.
Ortsgestaltung barrierefrei und seniorengerecht zu planen ist für uns wichtig. Dazu gehört es, dass Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte oder Grünflächen zu Fuß erreichbar und Zugänge barrierefrei sind und es genügend Sitzgelegenheiten gibt. Besondere Serviceleistungen wie z.B. Bringdienste und Einkaufsunterstützung sollten geschaffen werden. Die Beschilderung an Straßen, öffentlichen Gebäuden und Geschäften sollte gut erkennbar sein.
Für die ständig zunehmende Zahl von Senioren in unserer Gemeinde werden wir uns gemeinsam mit dem Seniorenbeirat einsetzen.
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