Die Neubaugenehmigungen in Baden-Württemberg sind weiter rückläufig, was die Alarmstimmung in der Bauwirtschaft verstärkt. Von Januar bis Juni wurden in Baden-Württemberg über 4.500 Neubauvorhaben genehmigt, darunter rund 3.200 Wohnhäuser und 1.300 Nichtwohngebäude. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 28 Prozent im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahreszeitraum. Dazu sagt die Sprecherin für Bauen und Wohnen, Cindy Holmberg:
„Wir sehen die Herausforderungen in der Bauwirtschaft und wir reagieren. Ein wichtiger Schritt ist der Gesetzentwurf zum schnelleren Bauen, der nun im parlamentarischen Verfahren ist. Mit der Reform der Landesbauordnung wird Bauen schneller und einfacher gemacht. Gleichzeitig stärken wir das Umbauen und Umnutzen im Bestand. Damit kann mehr Wohnraum in bereits vorhandenen Gebäuden entstehen, beispielsweise durch die verfahrensfreie Umnutzung von Büro- zu Wohnraum im Innenbereich. Das macht Bauen günstiger und ist nachhaltig, denn es spart Ressourcen, Fläche und CO2. Gleichzeitig bleiben Innenstädte auch nach dem Feierabend lebenswert. Ein weiterer Punkt ist die Wohnraumförderung. Die gilt es, finanziell weiter aufzustocken: Dafür setzen wir Grüne uns bei den laufenden Haushaltsverhandlungen ein.
Wir packen es an!
Klar ist aber auch: Die Landespolitik kann nicht die gesamtwirtschaftliche Konjunktur vom Kopf auf die Füße drehen. Aber wir setzen alles dran, energisch die Hebel zu betätigen, die dem Land zur Verfügung stehen. Die Lösungsansätze sind vielfältig. Es gibt es viele kluge Ideen, die in der Summe die Herausforderungen meistern können. Dass daraus praxistaugliche Lösungen werden – dafür macht sich die Fraktion Grüne stark. Wir starten nach der Sommerpause direkt mit unserer Fraktionsklausur, auf der das Thema Bauen und Wohnen ein Schwerpunkt ist.“
CEM: Aber auch hier sind gute Ideen vorhanden – aus dem Strategiedialog der Landesregierung. Lasst uns daraus einen neuen „Baden-Württemberg Standard“ machen. Damit das Bauen in Baden-Württemberg wieder ein „Spiegel des Lebens und der Zeit“ wird – wie es der Bauhaus-Gründer Gropius einst sagte.
Drei Hebel sind wichtig: Kostenreduzierte Baustandards, Transparenz und frühe Abstimmung bei der Planung und beschleunigte Verfahren!
Und dann braucht es einen Fokus auf junges Wohnen: Ein gezielter Fokus auf Azubi-Wohnen ergänzend zur Wohnraumförderung für Studierende. Außerdem mehr zinsgünstige Kredite für junge Familien, wenn sie sich zum ersten Mal eine Wohnung oder ein Häusle kaufen.
Und vergessen wir nicht, was uns noch Halt gibt: Öffentliche Räume, die uns verbinden. In denen wir zusammenkommen und auch die Chance haben, zusammen zu finden.
Achtung neuer Treffpunkt:
Gaststätte am VSV Büchig e.V.,
Waldstraße 56 in Büchig
Die Bundesregierung und Regierungskoalition von CDU, CSU und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz will das Gebäudeenergiegesetz reformieren. [...]
Auf ihrer Reise nach Israel und Palästina Anfang Februar traf unsere Bundesvorsitzende Franziska Brantner Vertreter*innen der Regierungen und [...]
Die MSC hat einmal mehr gezeigt: Wir brauchen ein unabhängiges Europa. Die Rede von Bundeskanzler Merz setzte den richtigen Ton, aber die [...]