21.05.26 –
Die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN beantragte, nachfolgende Zielsetzungen an geeigneter Stelle in die „Eigentümerzielsetzung für den Stadtwald Stutensee“ mit aufzunehmen:
„Die Fläche nutzungsfreier Waldgebiete (Waldrefugien) wird in der Laufzeit der Forsteinrichtung sukzessive auf 25 % der Fläche des Stadtwalds ausgeweitet.“
„Der durchschnittliche jährliche Hiebsatz inklusive zufälliger Nutzungen beträgt maximal 350 Festmeter, mithin maximal 3.500 Festmeter in 10 Jahren."
Begründung des Antrags:
Aus der Bürgerbeteiligung in Form einer Online-Umfrage Mitte 2025 geht eine breite Unterstützung für eine naturnahe und extensive Bewirtschaftung des städtischen Waldes hervor, wie auf Seite 21 des Berichts der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt BW zu lesen ist. So sprechen sich beispielsweise 31,8 % der Teilnehmenden dafür aus, entstandene Kahlflächen sich selbst zu überlassen und keine Eingriffe vorzunehmen. Bei der offenen Schlussfrage nach „Wünschen an die Stadtverwaltung“ gab es bei einer Teilnehmendenzahl von 233 Personen 126 Nennungen nach einer extensiven Bewirtschaftung.
Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN zielt darauf ab, den vorhandenen Wunsch nach einer extensiven Bewirtschaftung mit spezifischen Kennzahlen zu konkretisieren.
Waldrefugien:
Aktuell sind 5 % der städtischen Waldfläche als Waldrefugien aus der Nutzung herausgenommen. Der Anteil der nutzungsfreien Waldrefugien soll im Laufe der Forteinrichtung 2027-2036 sukzessive auf 25 % der Fläche vergrößert werden. Dies bildet den Wunsch von 31,8 % der Teilnehmenden ab,
Flächen sich selbst zu überlassen. Die überwiegende Fläche des Stadtwalds (75 %) bliebe in der Nutzung.
Hiebsatz:
Eine weitere Kennzahl ist der Hiebsatz, also die jährliche Holzentnahme aus dem Wald. In der auslaufenden Forsteinrichtung beträgt dieser durchschnittlich 955 Festmeter pro Jahr bei einer Waldfläche von 236 Hektar. Dieser Wert ist noch ohne Refugien. Bei einem nutzungsfreien Anteil von 25 % reduziert sich der Hiebsatz allein rechnerisch auf 716 Festmeter pro Jahr. Der Holzvorrat, also die Menge an Holz im Wald, beträgt in Baden-Württemberg im Landesdurchschnitt 365 Festmeter pro Hektar. Leider ist der Holzvorrat im Stadtwald Stutensee deutlich geringer. Er beträgt nur 231 Festmeter pro Hektar, also nur 63 % des Landeswertes. Mit einer Halbierung des Hiebsatzes von rechnerisch 716 Festmeter pro Jahr und Hektar auf jährlich 350 Festmeter, besteht die Chance, den Holzvorrat im Stadtwald wieder aufzubauen. Dies bildet ebenfalls den Wunsch der Bevölkerung nach einer extensiven Bewirtschaftung ab.
Die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN verbindet zudem mit diesen Zielsetzungen eine Perspektive zur Befriedung beim Thema „Wald“ in Stutensee.
Ergebnis der Abstimmung:
Der Antrag wurde immerhin hinsichtlich der 25% Waldrefugien beschlossen und der zweite Teil des Antrags zum Hiebsatz wird noch einmal beim Beschluss der Forsteinrichtung zur Diskussion stehen.
Dr. Frank Hornung
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die GRÜNEN Stutensee
Kategorie
"Talk mit Zoe" der Bundestagsabgeordneten Dr. Zoe Mayer
Vortragssaal des ZKM Karlsruhe
Gemeinsam mit der Zukunftsforscherin Susanne Waldow-Meier und dem Volkswirtschaftler Prof. Dr. Eckhard Janeba
Kinemathek Karlsruhe
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